Anläßlich des 25-jährigen Bestehens des Vereines wurde diese Chronik gestaltet. Leider ist der Ersteller nicht bekannt.
(Anm: zur besseren Lesbarkeit wurde die Chronik neu strukturiert und fürs Internet angepasst)
Einleitung
Mit der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung der Stadt Suhl in den Jahren 1960 bis 1980 hatte sich die Einwohnerzahl vergrößert. Viele Familien wollten gern einen Garten zur Freizeitgestaltung und Erholung haben. Beim VKSK lagen genug Anträge vor.
Der VKSK, vertreten durch Herr Alfred Habla, hat den Stein ins Rollen gebracht.
Am 18.11.1980 fand eine Beratung beim Oberbürgermeister Kunze statt. Hier wurden die ersten Schritte zur Gartenanlage eingeleitet. Es war zu klären: welche Fläche genutzt werden kann und welche finanziellen Mittel benötigt werden, wer sie zur Verfügung stellt, welche rechtlichen Fragen zu beachten sind.
Ein Vorschlag welche Fläche in Betracht kommt und eine Gestaltungskonzeption waren bis Jahresende dem Rat der Stadt vorzulegen (Beschlußvorlage vom 10.12.1980 Rat der Stadt).
An der Beratung nahmen Vertreter vom Rat der Stadt, SED-Kreisleitung, Rat des Kreises, VKSK-Kreisvorstand und Rat des Bezirkes Suhl teil.
Als Fläche für die Anlage wurde die „Dürre Wiese“ in Suhl-Linsehof vorgeschlagen. Die Wiese wurde von der LPG „Fritz Sattler“ in Rohr als Weidefläche genutzt, aber in den letzten sechs Jahren nicht mehr beweidet. Die LPG hatte Nutzungsverträge mit privaten Besitzern abgeschlossen.
Die Besitzer protestierten gegen eine entschädigungslose Enteignung.
Auf einer Beratung am 10.06.1981 wurde festgelegt, dass für die Jahre 1981 und 1982 jeweils 15 TM für den Erwerb der Fläche zur Verfügung gestellt wurden.
Es stellte sich heraus, das ein Teil der Dürren Wiese inzwischen noch mal vergeben worden war, aber das Problem konnte in beiderseitigem Einvernehmen geklärt werden.
Mit Schreiben vom 30.3.1982 vom Rat der Stadt an den Kreisvorstand VKSK wurde offiziell die Fläche von 12,36 ha in der Flur 54, Suhl-Linsenhof für die Kleingartenanlage bestätigt.
Gründungsversammlung
Am 23.4.1982 haben die Gartenfreunde die Kleingartenanlage Linsenhof II gegründet.
Der Vorstand wurde Gartenfreund Thomas Schlegel übertragen.
Auf einer Standortberatung am 2.7.1982 wurde das Konzept der Kleingartenanlage durch die Vorstandmitglieder Schlegel, Bräutigam, Hausdorf, Stötzer und Berger vorgestellt. Es wurden Richtwerte für die Parzellen- und Bungalowgröße vorgegeben. Vorstellungen der Zufahrt zur Anlage, Wasserversorgung, Stromversorgung, Parkplätze, Kleinklärgruben erörtert. Das Trinkwassernetz sollte 1983 in Angriff genommen werden, Fertigstellung war für 1985 geplant.
An der Beratung nahmen Vertreter vom Rat der Stadt, VKSK Kreisvorstand, Post und Fernmeldeamt, WAB Suhl, Anglerverband, Kreishygieneinspektion, Vertreter des Wohnbezirksausschusses teil. Einige Vor- und Nachteile wurden abgeglichen und am Schluß dem Konzept zugestimmt.
1982 und 1983
Die ersten Gartenfreunde sind im April 1982 dem VKSK beigetreten.
Die Arbeitseinsätze begannen im Mai 1982. Schwerpunkt war das Herstellen der Wege, ca 6 km, um Materialtransporte in die künftigen Gärten durchführen zu können. Ein weiterer Schwerpunkt war das Aufstellen des Außenzaunes. 650 Zaunpfosten wurden gesetzt und der Außenzaun gezogen. Die aktiven Gartenfreunde haben 1982 120 bis 150 Stunden geleistet.
Die Parzellen waren in der Zwischenzeit von Herrn Krusper ausgemessen und abgesteckt worden. Im August 1982 wurden die Parzellen vergeben.
Der organisatorische Aufwand war immens. Die Anlage umfasste bald 190 Parzellen. Nicht immer konnte alles 100%ig auf die Reihe gebracht werden, die Gartenfreunde mussten sich in die Gemeinschaft einbringen. Es wurde Einsatzbereitschaft, Verantwortung, Sauberkeit und Rücksichtnahme untereinander gefordert. Nur so konnte der Verein funktionieren.
1983 wurden von den Gartenfreunden ca. 60 Stunden Gemeinschaftsarbeit geleistet. Für 1983 war ein Gartenfest geplant, aber das Wetter hatte den Gärtnern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ein Vereinsplatz und ein Parkplatz wurden geschaffen.
1984
Um den organisatorischen Ablauf und den Informationsfluß zwischen Mitgliedern und Vorstand zu verbessern, wurden Abteilungen gebildet und ein neuer Vorstand am 13.03.1984 gebildet. Den Vorsitz übernahm Gartenfreund Bräutigam. Erst nach einem Mahnschreiben wurden die Vereinsunterlagen an den neuen Vorstand übergeben. Ab 1984 ist Herr Kalcher Vorsitzender und sein Stellvertreter ist Gartenfreund Jörg.
Der neue Vorstand musste sich erst einen Überblick verschaffen, deshalb fand eine große Bestandsaufnahme zur Mitgliederversammlung im November 1984 statt.
Im Frühjahr 1984 begannen die Arbeiten am Elektroprojekt. Handschachtung war erforderlich, es kamen etwa 40m pro Parzelle in Betracht. Auf einer Mitgliederversammlung war beschlossen worden, dass nur der einen Stromanschluß erhält, der aktiv am Kabelgraben mitgearbeitet hatte.
Bevor das Elektroprojekt begonnen werden konnte, begann die Suche nach einer Elektrofirma. Sie wurde schließlich in Jena gefunden. Es gab jedoch Verzögerungen, da das Material nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stand. Benötigt wurden über 5000m Kabel in verschiedenen Querschnitten. Einige Vereinsmitglieder waren ihrer Pflicht nicht nachgekommen und hatten termingerecht die Kabelgräben ausgeschachtet. Auf der Strecke konnte nur teilweise mit Maschinen geschachtet werden. Die Elektrofirma hatte schon mehrfach angedroht den Auftrag zu stornieren.
Die Wasserversorgung konnte noch nicht geklärt werden. Im Ortsteil Linsenhof herrschte Wassermangel, da die Hauptleitung total veraltet war. Linsenhof wurde noch mit Wasserwagen versorgt.
Die Kleintierzüchter und der Imker kamen nicht so richtig zum Zug.
Leider konnten so Elektro- und das Wasserprojekt nicht gleichzeitig realisiert werden. Für das Wasserprojekt lag keine Materialfreigabe vor.
Bau eines Bungalows
Zu einem Garten gehört auch ein Bungalow (eine Datsche mit Wasserklo). Nun begann der Bürokratenweg und die Wartezeit, es war ja damals alles nur eingeschränkt lieferbar. Keiner hat was, aber alle haben was. Also wurden mit Optimismus die Aufgaben gelöst: Transportprobleme, Beschaffungsprobleme, Genehmigungsprobleme, Geldprobleme, Zeitprobleme, Schulprobleme.
1988
Im Sommer 1988 wurden Vorbereitungen für das Wasserprojekt begonnen.
Im Dezember 1988 stand die Anlage unter Spannung, 174 Parzellen hatten einen Stromanschluß.
1989
1989 wurde das Wasserprojekt abgeschlossen.
1652 Stunden wurden von den Gartenfreunden geleistet, 82 Mitglieder hatten sich an den Arbeiten nicht beteiligt.
Gartenfreund Horst Jörg war Vorsitzender des Vereines
Für 1988/89 liegen detaillierte Gebührenangaben vor:
pro Mitglied pro Jahr 14,85 Mark
davon: 6,50 Mark Kreisvorstand VKSK,
0,50 Mark Versicherung für Außenzaun, Spartenheim,
Elektroanlage (gesellschaftliche Aufgaben)
1,85 Mark individuelle Versicherung (Blitz, Sturm, Hagel)
1,00 Mark Solidarität
Die Pacht für 400 m2 betrug 16,00 Mark jährlich.
„Die Wende“
Die Wirren der Wendezeit hatten Unsicherheit in den Verein gebracht, keiner kannte sich mit den neuen Gesetzlichkeiten aus.
Etliche Gartenfreunde hatte ihre Gärten verkauft, da sie arbeitsbedingt umziehen mußten.
Um den Bestandsschutz wirksam werden zu lassen, mußten die notwendigen Anträge für Umbauten, Überdachungen und Anbauten schnell an den Vorstand eingereicht werden. Seit dem 03.10.1990 gilt das Bundeskleingartengesetz.
1990
Um den Gesetzlichkeiten der Bundesrepublik zu genügen fand am 14.September 1990 die Gründungsversammlung (80 Teilnehmer) des Kleingartenvereines statt, die Satzung wurde erarbeitet. Gartenfreund Peter Höhn wurde zum Vorsitzenden gewählt, eine Gartenordnung erarbeitet. Wilde Mülldeponie und Parkplatz waren in diesem Jahr Hauptschwerpunkte.
Die Anmeldung als gemeinnütziger Verein und die Aufnahme in den Stadtverband der Kleingärtner wurde beschlossen. Der Eintrag ins Vereinsregister wurde beantragt.
Es gab eine Stromhavarie und Schwerpunkt waren die Instandsetzungsarbeiten am Vereinsbungalow.
Bauhütten waren abzureißen bzw. für Fortbestand war ein Antrag zu stellen. Es wurde darauf hingewiesen, dass bauliche Veränderungen nur nach Genehmigung durch den Vorstand und dem Bauamt der Stadtverwaltung begonnen werden durften.
1991
Auf der Vollversammlung am 13.07.1991 wurden die „Sündenböcke“ namentlich angesprochen, da gab es keine Rücksicht. In der Diskussion ging es turbulent zu und den Mitgliedern wurde klar, dass sie es sind, die für den Bestand der Gartenanlage verantwortlich sind und nicht der Vorstand. Der Vorstand ist nicht der Prügelknabe des Vereines, er koordiniert, die Mitglieder sind die verantwortliche Kraft. Mitarbeit, gegenseitige Anerkennung und gute Zahlungsmoral sind die Grundlage einer guten Vereinsarbeit. Das gilt auch heute noch.
Gründung des Vereins „Kleingartenverein Linsenhof II e.V.“.
Die Satzung des Vereins wurde im Eilzugtempo erarbeitet. Das Bundeskleingartengesetz wurde wirksam. Bauschutz aller rechtlichen DDR-Baumaßnahmen bis zum Oktober 1990. Es wurde neue Pachtverträge ausgegeben. Es kam die Währungsunion – Wir hatten nun die DM.
1992
Das Jahr des Kartoffel- und Erdbeeranbaus, weil jeder in die große weite Welt schaute.
In den Gärten fand die Gartentechnik Einzug:
Häcksler, Rasentrimmer, Rasenmäher, Heckenscheren – die Phon-Zahl stieg.
1993
24.04.1993 Vollversammlung.
Durch den Stadtverband wurde in Verhandlung mit der Stadt eine Pacht von 0,04 DM/m² erreicht. Es wurden Überlegungen angestellt das Geld der säumigen Zahler durch ein Inkassounternehmen eintreiben zu lassen. Nachlässig wurde auch mit der Meldung der Zählerstände ELT – und Wasser umgegangen.
Der Vereinsbungalow wurde instandgesetzt.
Es hatte sich im Laufe der Jahre herausgestellt, dass eine Instandhaltung der Zufahrtswege durch Firmen für den Verein viel zu teuer werden würde. Deshalb würde Eigenleistung auch in den kommenden Jahren notwendig sein.
Die ersten Gärten standen zum Verkauf. So mancher Gartenfreund zog mit Mann und Maus in andere Bundesländer.
Gartenfreund Horst Nickel wurde zum Vorsitzenden des Vereins gewählt.
Die Hauptwege waren Mittelpunkt der Arbeitseinsätze.
1994
Die Gärten der Kleintierzüchter wurden nach der vorgeschriebenen Größe im Bundeskleingartengesetz in zwei Parzellen aufgeteilt um in die Stadtplanung zum Erhalt als Kleingartenanlage aufgenommen zu werden.
1995/96
Mit Einzug der Computertechnik wurde die Rechnungslegung nun maschinell vorgenommen. Gartenfreund Dr. Bernd organisierte ein Programm, dass die Verwaltungsarbeit für Gartenvereine rationalisierte.
Die Konzeption zur Umsetzung der Anforderungen des Bundeskleingartengesetzes wurde erarbeitet und beschlossen.
1997
Mit den Instandsetzungen des Außenzauns der KGA wurde in den Arbeitseinsätzen begonnen.
Es gab erste Schäden an der Wasserleitung der KGA zu beheben.
1998
Schwerpunkt der Arbeitseinsätze war die Fortsetzung der Instandsetzung des Außenzauns der KGA.
Die Wasserleitung der KGA hatte Leckstellen und es kam zu erheblichen Wasserverlusten.
Das Gartenfest wurde zum beliebten Treffpunkt der Gartenfreunde. Musik, Speisen und Getränke trugen zur guten Stimmung bei.
100 Teilnehmer wurden erstmalig registriert.
1999
Mit dem Verkauf von 12 Gärten war ein Wechsel der Pächter erfolgt.
Der Winter 1999/2000 lockte Diebe in die Anlage. In 35 Gärten wurde eingebrochen. Die Schäden konnten schnell beseitigt werden.
Um die Wildschäden in der Anlage so gering wie möglich zu halten, wurde der Revierförster zu 2 Einsätzen gerufen.
Generell lässt sich das Rehwild nicht von „seinem Revier“ vertreiben. Besonders gern fraßes Tulpen, Nelken und Bohnen.
Ein Gartenfreund wollte dem Vorstand den Bohnenverlust in Rechnung stellen, was natürlich abgelehnt wurde. Denn Schäden hatten alle Gartenfreude.
2000
Der Hauptzufahrtsweg vom Löschteich bis zum Tor IV/Parkplatz der Anlage wurde mit 1000 Tonnen Material vom Bauhof und zwei Arbeitseinsätzen in Ordnung gebracht. Vom Bauhof wurde die Technik bereit gestellt.
Zum besseren Wasserfluss wurden 4 Regenrinnen aus Stahl eingebracht. Eine Rinne verschwand über Nacht. Aber der Dieb konnte diese nicht recht gebrauchen und so kam sie wieder auf ihren Platz zurück.
Das Gartenfest 2000 wurde wieder von 100 Mitgliedern besucht, obwohl es durch die Witterung zweimal verschoben werden musste. Es wurde gesungen und getanzt.
Zur besseren Orientierung in der Anlage wurden an den Haupttoren I, III und IV Vereinsschilder aufgestellt.
Das Problem der Anerkennung als „Dauerkleingartenanlage“ liegt in der 1/3-Einteilung der Nutzfläche im Kleingarten. Etliche Gärten hatte keine Beete. Das Kleingartenkonzept „Garten 2000“ wurde erarbeitet um die vom Stadtverband empfohlene 1/3-Teilung der Gärten entsprechend dem Bundeskleingartengesetz umzusetzen. 1/3 Obst-, 1/3 Gemüse und Blumenanbau und 1/3 Erholungsfläche. Die Pachtzins für Kleingärten sollte gehalten werden denn Erholungsgärten sind teuer.
Verkauf von 10 Gärten im Jahr 2000.
2001
Der Bau von 12 fest überdachten Veranden wurde abgemahnt. Die Gartenfreunde wurden aufgefordert bis April 2001 den Rückbau vorzunehmen. Das Stadtbauamt kontrollierte und griff durch.
Eine Unterschriftenaktion des Vereins zur Erhaltung der Anlage wurde Oberbürgermeister Kummer übergeben. Ergebnis: die B-Planung wurde zurück gestellt.
Wilde Deponien entstanden in der Anlage. Es ist die Verantwortung jedes Gartenfreundes Umweltschutz, Ordnung und Sicherheit in der Anlage zu beachten.
Eine Überlegung für die Einrichtung einer zentralen Kompostierung fand keine Lösung.
Eine Diskussion zum Thema Kleingarten oder Erholungsgarten entstand. 0,16 DM oder 1,80 DM Pachtzins?
Die Mehrheit der Gartenfreunde waren für die 0,16 DM. Das Bundeskleingartengesetz muss wirksam werden.
Die Bildung von 2 Interessenvereinen in der Anlage wurde verworfen.
2002
3 zentrale Komposte wurden eingerichtet und von den Gartenfreunden gut angenommen. Ein Kompost konnte schon im Herbst umgesetzt werden. Leider wussten nicht alle Gartenfreunde was ein Kompost ist. Die Anlage wurde als Mülldeponie genutzt.
Zum Jubiläumsjahr „20 Jahre Kleingartenanlage Linsenhof II“ wurde das Gartenfest 2002, am dem sich 55% der Gartenfreunde beteiligten, gefeiert. Für die Kultur und die Kinder wurde besonders gesorgt. Zum Ausklang des Festes gab es einen Lampionumzug und ein Lagerfeuer.
Im August überraschte uns eine Stromhavarie. Ein Hauptverteilerkasten unterhalb des Tores I brannte vollständig aus. Betroffen waren die Abteilungen I bis IV, die Privatgärten und die Rodwiese. Unter Einsatz von 2700,- € war der Schaden pünktlich zum Gartenfest behoben. Die Rodwiese und Privatgärten beteiligten sich an den Kosten.
2002 war auch das Jahr des Hochwassers in Sachsen. Der Erlös vom Verkauf von 10 Kuchen zur Suhler Gartenausstellung, wurde den Opfern des Hochwassers gespendet.
Der Verein wurde anläßlich seine 20 Jährigen Bestehens vom Stadtverband ausgezeichnet.
2003
Wegearbeiten am Hauptzugang wurden mit Großeinsatz vorgenommen.
Im März fand die Jahreshauptversammlung statt. Nach 10jähriger Amtszeit übergab Gartenfreund Nickel das Zepter an den Gartenfreund Thomas Schlegel, ein neuer Vorstand wurde gewählt.
Gartenfreund Nickel erhielt für sein großes Engagement an uns allen und den Erhalt der Kleingartenanlage unseren ganz besonderen Dank.
Das Gartenfest wurde mit neuen Standards organisiert. Es wurde für WC´s gesorgt, es entstand eine Überdachung mit Pavillon für die Biergarnituren, Musik und Beleuchtung. Alles wurde wohlwollend von den Gartenfreunden aufgenommen, besonders der Einsatz des Suhler Spielmobils für die Kinder.
Die zentralen Komposte mussten abgeschafft werden, weil sie sich zu Mülldeponien entwickelten – Schade !!!
2004
Das Jahr 2004 wurde in der Anlage zum Jahr der Baumfällarbeiten.
Um Krankheitsherde zu vermeiden wurden kranke Bäume und vor allem Nadelbäume gefällt. Es ergab sich viel Feuerholz, Gehäckseltes und Kleinzeug zum Abtransport auf die Müllhalde Goldlauter.
Großen Einsatz zeigten besonders Gartenfreund Brodrecht, GF Sommerey, GF Schlegel, GF Jäger und GF Niwiadomski. Für die sehr hohen Bäume musste eine Hebebühne organisiert werden. Es konnte nicht alles geschafft werden, da in den letzten Jahren zu viele Bäume in die Höhe gewachsen waren. Gartenfreund Schlegel stimmte die Aktion mit dem Umweltamt ab. Er durchforstete mehrfach die Anlage mit Spray um die Bäume auf den Haupt- und Nebenwegen außerhalb der einzelnen Gärten zu kennzeichnen.
In der Anlage entstand ein Bereich für die Kinder mit Schaukeln, Wippe und Sitzbänken. Zum Gartenfest war alles fest einbetoniert und wurde voll und ganz in Anspruch genommen. Das bewährte Spielmobil fand auch noch Platz. Erstmalig wurden zum Gartenfest sieben besonders aktive Gartenfreunde mit einem Baumarktgutschein geehrt. Das Gartenfest war zu einer schönen Tradition geworden. An der Verbesserung wurde von Jahr zu Jahr gearbeitet, so erhielten die WC-Gänger fließend Wasser zum Hände waschen.
Um die Gartenfreunde schneller und besser zu informieren, wurden 4 neue Schaukästen aufgestellt. In diesen war unter anderem zu lesen wie die Ruhepausen des Tages und der Sonntage einzuhalten sind.
2005
Um den Kleingartenverein Linsenhof II noch schöner zu gestalten, halfen die 1-€-Jober Maik Streng, Maik Albrecht und Andreas Günter aktiv und unter vollem Einsatz mit. Von März bis Juli bastelten sie Parkplatzschilder aus Holz, renovierten Gartenbänke und bauten 20 Vogelhäuschen für die Anlage, die sie dann an geeigneten Stellen anbrachten. Um sich in der Anlage schneller und besser zurecht zu finden, fertigten die drei für die Tore und Wege Schilder an. Den Lauf der Zeit bekamen auch die Eingangstore und Schaukästen zu spüren, deswegen gaben Sie diesen gleich einen neuen Anstrich.
Auch die Kinder erhielten ihren Teil an der Verschönerung der Kleingartenanlage. Der Spielplatz der Kleinen bekam einen Zaun, an dem sich Maik, Andreas und Maik mit Freude beteiligten. Auch an der WC-Waschanlage und am Standplatz trugen sie ihren Teil der Arbeit bei.
Auch 2005 fand das von allen Mitgliedern und Besuchern beliebte Gartenfest statt. Nach harter und schweißtreibender Arbeit von den Großen, konnte zum Gartenfest der Spielplatz für die Kleinen eingeweiht werden. Damit die Großen auch mal Zeit zum Erholen hatten, konnten sich die lieben Kleinen nun auf Schaukeln, Wippen, Rutsche und Klettergerüst nach Herzenslust austoben. In einem Malwettbewerb wurde dann der Name des neuen Spielplatzes ermittelt. Auch das Spielmobil war wieder mit dabei. Auf der beliebten Hüpfburg war reger Andrang und es wurde gesprungen und gehüpft was das Zeug hielt. Etwas ganz besonderes für Groß und Klein waren jedoch die Pferde, die beim Gartenfest 2005 in der Anlage standen. Für nur 0,50 € hatten die Kleinen die Gelegenheit, sich die ganze Kleingartenanlage mal „Hoch zu Ross“ anzuschauen.
2006
In der Vereinsführung kriselte es. Die Leitungstätigkeit des Vorstandes fand keine Akzeptanz mehr. Der Vorstand hatte aufgegeben. Es fanden sich aber auch keine Gartenfreunde, die aktiv helfen wollten. Der Stadtverband hatte in Verbindung mit Herrn Schlegel Versammlungen mit den einzelnen Abteilungen durchgeführt und den Ernst der Lage über den Bestand des Gartenvereines erörtert und Gartenfreunde persönlich angesprochen und für die Leitung des Vereines gewonnen.
2007
Am 31.03.2007 wählte unser Verein einen neuen Vorstand. Vorsitzender wurde Volker Mülverstedt. Noch im April erarbeitete der Vorstand als Grundlage für seine Arbeit den Geschäftsverteilungsplan, Funktionspläne für die Vorstandsmitglieder und Abteilungsleiter und eine Internetseite des Gartenvereines wurde erstellt um die Information zu verbessern.
Eine Vereinschronik sollte erstellt werden.
Die bürotechnische Organisation mußte auf den neuesten Stad gebracht werden. Die Pachtverträge wurden überprüft und 49 Verträge mussten neu geschlossen werden.
Die Gartenordnung und Satzung des Vereines wurde überarbeitet und auf dem neuesten Stand gebracht.
Zum 25-jährigen Bestehen unserer Gartenanlage wurde ein schönes Vereinsfest mit Niveau auf die Beine gestellt.
Die durchgeführten Arbeitseinsätze waren zentral geleitet worden, 515 Arbeitsstunden wurden geleistet. Material im Wert von 1365 ,- € wurde kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Neugestaltung des Festplatzes hatte einen Wert von 2340,- €, davon brauchte der Gartenverein keinen Euro zu bezahlen. Der Bauhof Suhl hatte uns aktiv unter die Arme gegriffen. Im Laufe des Jahres war es gelungen den Wasserverlust zu lokalisieren und das Leck zu reparieren, dem Gartenfreund Störmer konnten wir für seine unermüdliche Kontrollarbeit danken. Die Reparatur kostete 562,- €. Auch in unserer Stromversorgung hatte es einen Defekt gegeben. Die Fehlerortung mit einem Messwagen kostete 730,- €. Die Reparatur hatten wir bildlich festgehalten.
Der Vorstand hatte jedem Abteilungsleiter ein Exemplar des Rechenschaftsberichtes zur Verfügung gestellt, für die Gartenfreunde zur Einsichtnahme.
2008
Leider mussten 11 Abmahnungen an Gartenfreunde ausgesprochen werden, wegen illegaler Entsorgung von Müll, Beleidigung des Vorstandes, Zahlungsunwilligkeit, illegaler Stromentnahme, nicht Einhaltung der Drittelteilung.
Von Mai bis Oktober waren zwei 1-Euro-Kräfte in unserer Anlage tätig. Sie hatten Pflegearbeiten in unserer Anlage ausgeführt.
Der Wasserverbrauch unserer Gartenanlage lag in diesem Jahr bei 1180 m³, dabei trat ein Verlust von rund 360 m³ auf. In unserer Anlage wurden 49800 Kwh verbraucht.
Die Kosten für eine Parzelle betrugen im Jahr 2008:
Mitgliedsbeitrag für Verein 20,- €
Mitgliedsbeitrag für Stadtverband 9,42 €
Umlage für Verein 20,- €
Pacht pro Parzelle 24,- €
Pachtanteil Gemeinschaftsfläche 10,08 €
der m³ Wasser kostete 2,94 €, die kwh kostete 0,19 €
an Steuern fielen ca 3,69 € an
für eine nicht geleistet Stunde Gemeinschaftsarbeit waren 10,- € zu löhnen
Es fielen noch anteilig Kosten für Verluste an Strom und Wasser (Eigenbedarf) an.
Es konnte mit fixen Kosten für einen Garten von 400 m² mit ca. 100,- € gerechnet werden.
Bei den Arbeitseinsätzen wurden 450 Stunden abgeleistet.
An der Suhler Pflanzenbörse, der Ausstellung in der Stadthalle, hatten wir mit Erfolg teilgenommen.
In der Ausstellung des Suhlers Stadtverbandes der Kleingärtner konnten wir unseren Verein würdig präsentiert.
Ein großes Problem kam auf uns zu. Gartenfreund Störmer mußte aus gesundheitlichen Gründen das Amt des „Wassermannes“ abgeben.
Wir suchten dringend einen Nachfolger, damit er in den nächsten Jahren hätte eingearbeitet werden können.
Ein schönes Gartenfest hatten wir wieder auf die Beine gestellt.
2009/2010
Der Vorstand des Vereines hatte ein volles Arbeitsprogramm gehabt. Arbeitseinsätze organisiert, Abstimmung mit dem Stadtverband und örtlichen Behörden, Kontrollen am Wasser- Elektronetz durchgeführt, Rechtsfragen geklärt, die Finanzen geregelt, das Vereinsleben auf Trab gehalten. Der Vorstand hatte sich in den letzten drei Jahren eingefuchst und eine gute Arbeit geleistet. Seine Stützen waren die Abteilungsleiter.
Schwerpunkte waren die Instandsetzung der Wege und Baumfällarbeiten gewesen. In den 20 Jahren waren die Bäume doch ganz schön gewachsen und stellten manchen Gefahrenpunkt dar.
2011/2012
Das Gartenjahr begann Ende März, Anfang April mit der Jahresvollversammlung des Gartenvereines. Der Vorstand gab einen Bericht über das vergangene Jahr, über Erfolge, über Mißstände, über säumige Gartenfreunde, die Aufgaben für das kommende Jahr wurden festgelegt.
Ein Schwerpunkt im Jahr 2011 war die Bereitstellung eines Mustergartens in Verbindung und Zusammenarbeit mit der Lautenbergschule. Am 08.06.2011 war die Übergabe. Die Gartenfreunde Erhard Haseney, Helmut Peissig, Jürgen Brodrecht und Wolfgang Roth hatten sich tüchtig beim Aufbau des Gartens arrangiert. Durch Sponsoren wie Globus-Baumarkt, Maronde, OBI, Freies Wort und Stadtverwaltung wurde Material im Wert von ca. 3400,- € bereitgestellt. Der Mustergarten unterlag noch der Pflege durch die Vereinsmitglieder, die um ihre jährlichen Pflichtstunden zu leisten Pflegeverträge abschließen konnten.
2011 wurden in den Arbeitseinsätzen 923 Stunden geleistet. Material für 1200,- € wurde bereitgestellt und verarabeitet. Leider war auch Material entwendet worden.
Etwas schwer taten sich unsere Gartenfreunde mit der Pflanzenbörse, Anfang Mai jeden Jahres, wahrscheinlich waren sie noch im Winterschlaf.
Bei den Pflege- und Instandhaltungsarbeiten in der Anlage waren die Ein-Euro-Jober eine große Hilfe. Die Arbeiten liefen unter der Regie von GF Brodrecht.
Der Energieverbrauch lag 2011 bei 52.680 kWh, von den Parzellen wurden 49.574 kWh abgerechnet. Das Defizit war geringer als im Jahre 2010. Der Wasserbedarf lag bei 1.325 m³ und von den Parzellen wurden 996 m³ abgerechnet. Jedes Vereinsmitglied ist dafür verantwortlich, daß die Strom- und Wasserzähler ordnungsgemäß installiert sind.
Der Energieverbrauch lag 2011 bei 52.680 kWh, von den Parzellen wurden 49.574 kWh abgerechnet. Das Defizit war geringer als im Jahre 2010. Der Wasserbedarf lag bei 1.325 m³ und von den Parzellen wurden 996 m³ abgerechnet. Jedes Vereinsmitglied ist dafür verantwortlich, daß die Strom- und Wasserzähler ordnungsgemäß installiert sind.
Herr Kalcher, ein Vorstand aus den Anfangsjahren, war gestorben.
Die Suhler Gartenschau findet alle zwei Jahre statt. 2012 war es wieder so weit. Der KGV Linsenhof betreute das Terrassenkaffee im Foyer des CCS.
Mit viel Liebe und Enthusiasmus wurden Kuchen gebacken und das Kaffee betrieben. Der Gartenverein konnte, dank der unermüdlichen Helfer, in der Öffentlichkeitsarbeit wieder punkten.
Dieses Jahr konnte unser Verein seinen 30. Geburtstag mit einem großen Vereinsfest begehen. Über zwei Tage wurde gefeiert und ein Feuerwerk war der Höhepunkt.
In den vergangenen Jahren hatten wir es geschafft eine gute Vereinsarbeit zu organisieren und ein gutes Vereinsklima aufzubauen. Der Vorstand war mit seinen Aufgaben gewachsen und etliche Probleme hatte man in den Griff bekommen, wenn auch manchmal öfter nachgestoßen werden musste. Die Gartenfreunde müssen ihre Pflichte ernster nehmen und mehr Verantwortung übernehmen, damit die Arbeit des Vorstandes nicht erschwert wird und das Vertrauensverhältnis gewahrt bleibt. Leider kam es 2012 zu einer fristlosen Kündigung.
Die Finanzen waren jetzt in geordneten Verhältnissen dank Frau Gehrke. Der Vorstand war in jeder Hinsicht bei finanziellen Schwierigkeiten entgegenkommend, nur eine schriftliche Vereinbarung war in jedem Fall notwendig.
Leider hatte sich noch kein jüngerer Nachfolger für den „Wassermann“ gefunden, die Sache wurde langsam brenzlig. Die Überalterung in den Vereinen nimmt zu und wenn der Verein leben soll, müssten junge Leute Verantwortung und ehrenamtliche Tätigkeiten übernehmen.
Die Älteren betrachten den Garten als „Fitness-Studio“. Im Zuge der demografischen Entwicklung wäre es jedoch angebracht, das antiquierte Bundeskleingartengesetz zu modernisieren und toleranter zu gestalten.
2012 wurden bei den Arbeitseisätzen 752 h geleistet und Material im Wert von 720,- € verarbeitet.
Der Mustergarten stand mit Arbeit hoch im Kurs, die aktiven Personen waren immer die gleichen Gartenfreunde.
Der Energieverbrauch lag 2012 bei 52.470 kWh, von den Parzellen wurden 51340 kWh abgerechnet. Das Defizit war geringer als im Jahre 2011. Die Kontrollmaßnahmen hatten also Erfolg gezeigt. Der Wasserbedarf lag bei 1.060 m³ und von den Parzellen wurden 778 m³ abgerechnet. Preiserhöhungen bei Strom und Wasser waren zu verbuchen.
Leider war der Transport des Astabschnittes im Herbst kein Ruhmesblatt für unsere Gartenfreunde. Man kann nicht nur an sich denken und die anderen die Arbeit machen lassen.
Hier enden leider die Aufzeichnungen.