Kartoffeln sind so ziemlich das bequemste was man im Garten anbauen kann.
Viele, gerade wenig bekannte Sorten, machen sie zu einem interessanten Experimentier-Objekt.

Sind die Knollen gekocht, verwenden wir sie in allerlei Varianten.
Als Salat, Dampfkartoffel, zu Brei zerdrückt oder Gebraten sind sie eine häufig servierte Beilage.
Als gelbe oder fast weisse Knolle kennt sie jeder.
Siglinde, Gala, Linda – wer kennt diese Sorten nicht.
Wussten Sie, dass es die Knollen auch als bläulich-lila Sorte gibt.
Vitelotte, Blauer Schwede, Blaue Anneliese – um ein paar Sorten zu nennen.
Oder mit rotem Fruchtfleisch.
Heiderot, Rote Emmalie – sind rotfleischige Sorten.
Es gibt zudem viele Sorten mit einer farbigen Schale und einem gelben Fruchtfleisch.
Googlen Sie mal ein bischen – Sie werden stauen wie vielfältig Kartoffeln sind.
Wie kommt es, dass die Knollen rot- oder blau-gefärbt sind, und ist das ein rein optischer Unterschied zu den gelben Exemplaren?
Für die Färbung sorgt ein sekundärer Pflanzenstoff mit dem Namen Anthocyan. Er gehört zu den Flavonoiden. Forschungen haben gezeigt, dass dieser Farbstoff viele gesundheitliche Vorteile bietet. So wirkt er antikanzerös, antioxidativ und antimikrobiell. Er beugt Fettleibigkeit und Gefäßerkrankungen vor. Farbige Kartoffelsorten können daher als gesünder bezeichnet werden.
Baut man die bunten Kartoffeln anders an oder sind sie pflegeintensiver?
Nein. Da gibt es keinen Unterschied. Lockerer Boden, nährstoffreich und nicht zu trocken. Im Sommer Unkraut jäten und – für einen besseren Ertrag – anhäufeln. Wenn das oberirdische Laub abgestorben ist, kann man ernten.
Für den Hobby-Anbau nicht so relevant ist die Lagerfähigkeit. Da schneiden die meisten bunten Sorten nicht so gut ab.
Auch im Ertrag können die Bunten nicht mit den Hochleistungssorten des Ertragsanbaus mithalten. Deshalb finden wir dieses Kartoffeln nicht im Supermarkt.
Saatgut bestellen Sie am besten übers Internet. Wenn Sie mal welche gekauft haben, halten Sie einige Exemplare als Saatkartoffeln fürs nächste Jahr zurück. Überwintern im kühlen dunklen Keller oder in einer sandgefüllten Waschtrommel-Miete im Garten.
Muss man etwas bei der Zubereitung beachten?
Nein. Man muss Kartoffeln kochen, aber das gilt für alle Sorten. Es gibt natürlich welche, die festkochend sind. Andere Sorten sind eher mehlig und eignen sich somit für die eine oder andere Zubereitung besser. Da informiert man sich am besten im Internet wenn man nach Saatkartoffeln sucht.