Bienen – kostenlose Mitarbeiter in unserem Garten
Bienen und Hummeln sind essentiell für die Bestäubung unserer Pflanzen. Ohne ihre Arbeit gäbe es keine Ernte.
Wespen und Hornissen helfen uns – ohne Lohn zu verlangen – bei der Schädlingsbekämpfung.

Wir haben einen Imker mit Bienenstöcken in unserer Gartenanlage.
Damit es nicht zu Konflikten kommt, hier einige Ratschläge:
- Halten Sie mindestens 3m, besser 5m, Abstand zu Bienenstöcken
- Schwärmende Bienen sind ein Verlust für den Imker. Bewahren Sie Ruhe sollte ein Bienenschwarm in Ihrem Garten erscheinen. Melden Sie es – wenn möglich – dem Imker. Er wird mit Ihnen das weitere Vorgehen klären.
Imker sind daran interessiert, geschwärmte Bienen wieder einzufangen. - Weisen Sie ihre Kinder/Enkel auf Umgangsregeln mit Bienen und den Bienenstöcken hin.
Fakten über Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen
Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen sehen unterschiedlich aus und benehmen sich unterschiedlich, gehören aber alle zur großen Insektenordnung der Hautflügler.

- Bienen sind die sanften Sammlerinnen, die fleißig Nektar und Pollen eintragen – und dabei ganz nebenbei unsere Pflanzen bestäuben.
- Hummeln sind die rundlichen Kraftpakete unter den Bestäubern – und fliegen auch bei kühlerem Wetter.
- Wespen lieben Süßes, doch sie sind auch fleißige Schädlingsbekämpfer, die Blattläuse und Fliegen jagen.
- Hornissen sehen beeindruckend aus, sind aber viel friedlicher als ihr Ruf. Auch sie helfen, das Gleichgewicht in der Natur zu halten.
Die Bedeutung von Bienen und Hummeln
Rund 80 % aller Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen, wobei Bienen eine zentrale Rolle spielen.
Artenvielfalt der Bienen
Weltweit gibt es etwa 20.000 verschiedene Bienenarten, von denen etwa 560 Arten in Deutschland heimisch sind. Zu den bekanntesten gehören:

Honigbienen:
Diese leben in großen Völkern und werden meist von Imkern gehalten.
Ein Bienenstock umfaßt ca. 20.000 bis 60.000 Individuen.


Wildbienen:
Sie leben allein und nutzen Löcher in Holz, Erde oder Pflanzen als Nistplätze.
Manche Arten sind klein, manche ziemlich groß.
Wildbienen sind besonders gefährdet, da sie auf spezielle Pflanzen und Lebensräume angewiesen sind.


Hummeln:
Sie leben allein oder als Volk in einem Erdloch, Mäusebau oder Komposthaufen. Die Völker sind wesentlich kleiner wie bei Bienen (ca. 600 Tiere).
Hummeln können auch bei kühleren Temperaturen fliegen – sie vibrieren mit ihren Flugmuskeln, um sich aufzuheizen.


Wespen und Hornissen:
Sie als Volk in Mauerritzen, Holzstapeln, Bäumen, Dachböden,… Die Nester sind aus zerkautem Holz.
Wespen und Hornissen jagen Insekten, auch in der Dunkelheit.

Lebenszyklus der Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen
Der Lebenszyklus von Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen umfasst vier Stadien: Ei, Larve, Puppe und erwachsenes Insekt.
Bei den Honigbienen lebt eine Arbeiterin im Sommer etwa 30–45 Tage, während die Königin bis zu fünf Jahre alt werden kann.
Bei den Wildbienen überwintern meist die Larven oder Puppen und schlüpfen im Frühjahr als erwachsene Biene.
Bei den Hummeln, Wespen und Hornissen überwintert nur die Jungkönigin. Sie baut im Frühjahr ein Nest und gründet ihr Volk. Arbeiterinnen leben 15 bis 20 Tage. Im Spätsommer begatteten Insekten suchen sich ein Überwinterungsquartier. Die „alte“ Königin und die Arbeiterinnen sterben im Herbst.
Kommunikation bei Bienen und Hummeln
Honigbienen nutzen einen sogenannten Schwänzeltanz, um ihren Artgenossen die genaue Richtung und Entfernung einer Futterquelle mitzuteilen.
Alle Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen kommunizieren über Duftstoffe.
Faszinierende Fakten über Bienen
- Eine Honigbiene fliegt in ihrem Leben etwa 80.000 Kilometer – das entspricht zweimal um die Erde.
- Für ein Glas Honig müssen Bienen rund 2 Millionen Blüten besuchen.
- Bienen können Farben wahrnehmen, aber kein Rot. Sie sehen jedoch ultraviolettes Licht, was ihnen hilft, Blüten zu finden.
- Der Flug einer Biene kann Geschwindigkeiten von bis zu 30 km/h erreichen.
Wildbienen
Mit über 8.000 besuchten Blüten pro Tag vollbringen die meisten Wildbienenarten eine höhere Bestäubungsleistung als die Honigbiene.
Die wichtigsten Arten sind
- Sandbienenarten nisten im Boden.
- Mauerbienen benötigen vorhandene Hohlräume. Sie sind die häufigsten Besucher am Insektenhotel.
- Wollbienen nisten gerne in engen Ritzen, wo sie aus weichen Pflanzenhärchen ihre Nistzellen bauen. Wegen ihrer auffällig schwarz-gelben Färbung werden sie häufig mit Wespen verwechselt.